Haartopper, Perücke oder Ponytail: was passt?
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Auswahlhilfe

Haartopper, Perücke oder Ponytail: was passt bei welchem Problem?

Lichter Oberkopf, breiter Scheitel oder einfach mehr Länge für einen Abend? Drei Produkte, drei völlig verschiedene Antworten.

Extensions helfen bei Länge und Fülle in den Längen. Sie helfen nicht, wenn oben am Scheitel die Kopfhaut durchschimmert, denn dort gibt es kein Eigenhaar, an dem etwas hängen könnte. Genau für diese Stelle gibt es den Topper. Und wenn gar nichts mehr trägt, die Perücke. Hier steht, welches Teil welches Problem löst und woran die meisten Fehlkäufe scheitern.

Die kurze Antwort

Dein ProblemDas passende TeilWarum
Scheitel wird breiter, Kopfhaut schimmert oben durchHaartopperdeckt genau die Fläche ab, an der Extensions nicht greifen
Haar insgesamt sehr dünn, Ansatz trägt kein Gewicht mehrPerückebraucht kein tragfähiges Eigenhaar
Haar ist gesund, du willst nur mehr Länge und FülleExtensionsBondings, Tapes, Tressen oder Clip-Ins
Für einen Abend ein langer, dicker ZopfPonytailin Sekunden angelegt, abends wieder ab
Die Frage ist nie „was ist besser“, sondern „wo fehlt das Haar“.

Der Haartopper: für den Oberkopf

Ein Topper ist ein Haarteil mit einer flachen Basis, das mit kleinen Klammern am Eigenhaar rund um den Scheitel befestigt wird. Er ersetzt nicht das ganze Haar, sondern legt sich über die Stelle, an der zu wenig ist. Von aussen sieht man den eigenen Scheitel weiterlaufen, darunter deckt die Basis ab.

Er ist die richtige Wahl bei breiter werdendem Scheitel, bei lichtem Oberkopf nach einer Schwangerschaft oder in den Wechseljahren, und überall dort, wo das Problem oben sitzt und nicht in der Länge.

Die Basisgröße ist in Zoll angegeben, nicht in Zentimetern

Das ist der häufigste Denkfehler beim Topperkauf. Eine Angabe wie 5×5 bedeutet nicht fünf mal fünf Zentimeter, sondern fünf mal fünf Zoll. Umgerechnet sind das rund 12,5 mal 12,5 Zentimeter, also deutlich mehr, als die meisten erwarten.

Basisgrößeetwa in Zentimeternwofür
3×57,5 x 12,5 cmschmaler Scheitelbereich, wenig Fläche
4×410 x 10 cmrundlicher Bereich am Oberkopf
5×512,5 x 12,5 cmgrößerer Bereich, der häufigste Fall
5×612,5 x 15 cmweit nach hinten reichender lichter Bereich
So misst du: Lege ein Maßband über die Stelle, an der die Kopfhaut durchscheint, einmal in der Breite und einmal in der Länge. Rechne auf jeder Seite ein bis zwei Zentimeter dazu, damit die Basis unter dem Eigenhaar verschwindet.

Lieber eine Nummer größer als zu klein. Ein zu kleiner Topper deckt die Ränder nicht ab, und genau dort fällt er dann auf.

Die Perücke: wenn nichts mehr tragen kann

Eine Vollperücke braucht kein Eigenhaar. Sie ist die Lösung bei sehr dünnem Haar, bei kreisrundem Haarausfall, während einer Chemotherapie oder wenn jemand einfach die Freiheit will, den Look täglich zu wechseln.

Drei Maße entscheiden über den Sitz

Eine Perücke von der Stange sitzt fast nie richtig. Sie rutscht, drückt oder steht am Nacken ab. Deshalb fragen wir drei Maße ab, bevor gefertigt wird. Nimm ein weiches Maßband und miss über dem eigenen Haar, so flach wie möglich angelegt.

1. Kopfumfang

Einmal rundherum: vom Haaransatz an der Stirn über das Ohr, um den Nacken herum und zurück. Üblich sind 52 bis 60 Zentimeter.

2. Stirn bis Nacken

Vom Haaransatz an der Stirn über die Mitte des Kopfes bis zum Haaransatz im Nacken. Üblich sind 32 bis 40 Zentimeter.

3. Ohr zu Ohr

Von der Oberkante des einen Ohres über den Kopf zur Oberkante des anderen. Üblich sind 28 bis 36 Zentimeter.

Lass am besten jemanden mitmessen, allein verzieht sich das Maßband zu leicht. Auf unserer Produktseite steht eine Grafik mit anklickbaren Punkten dazu, die zeigt genau, wo das Band anliegen muss.

Der Ponytail: der schnellste Effekt

Ein Ponytail ist ein fertiger Zopf, der über das eigene, zusammengebundene Haar gelegt und mit einer Klammer oder einem Band befestigt wird. Er löst kein Haarproblem, aber er macht in unter einer Minute aus dünnem Haar einen dicken, langen Zopf. Für Hochzeiten, Fotos oder einen Abend ist er die unkomplizierteste Lösung überhaupt.

Zwei Dinge machen den Unterschied zwischen echt und aufgesetzt: Der eigene Zopf sollte fest und glatt gebunden sein, damit nichts darunter aufträgt. Und die Ansatzstelle wird verdeckt, indem man eine dünne Strähne des eigenen Haares um das Gummi legt und feststeckt.

Die drei häufigsten Fehlkäufe

Extensions gegen lichten Oberkopf. Der teuerste Irrtum. Bondings und Tressen brauchen tragfähiges Eigenhaar und werden im unteren und mittleren Bereich gesetzt, nicht am Scheitel. Wo die Kopfhaut durchschimmert, verschlimmern sie das Problem sogar, weil sie zusätzlich ziehen. Dort gehört ein Topper hin.

Topper zu klein bestellt. Fast immer, weil Zoll für Zentimeter gehalten wurde. Miss die Fläche und rechne einen Rand dazu.

Farbe nur nach dem Foto gewählt. Bei Topper und Perücke fällt eine Abweichung stärker auf als bei Extensions, weil das Teil direkt am Gesicht und am Scheitel sitzt. Wie du deine Nuance sicher bestimmst, steht im Ratgeber Extensions Farbe finden.

Pflege: seltener waschen als du denkst

Topper, Perücken und Ponytails aus Echthaar bekommen kein Kopfhautfett ab. Sie brauchen deshalb deutlich seltener Wäsche als das eigene Haar, oft reicht alle fünfzehn bis zwanzig Trageeinheiten. Zu häufiges Waschen macht Echthaar stumpf, weil nichts nachgefettet wird.

Waschen immer in einer Richtung von oben nach unten, nicht kneten. Danach flach oder auf einem Ständer trocknen lassen, nicht rubbeln. Und beim Styling Hitzeschutz benutzen und lieber bei 160 bis 180 Grad arbeiten.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Topper und Perücke?

Ein Topper deckt nur den Oberkopf ab und wird am vorhandenen Eigenhaar befestigt, dein eigenes Haar bleibt sichtbar. Eine Perücke ersetzt das gesamte Haar und braucht kein Eigenhaar, an dem sie hält.

Welche Topper-Größe brauche ich?

Miss die Fläche, auf der die Kopfhaut durchscheint, in Breite und Länge, und rechne auf jeder Seite ein bis zwei Zentimeter dazu. Beachte: die Angaben wie 5×5 sind Zoll, das sind rund 12,5 mal 12,5 Zentimeter. Die häufigste Größe ist 5×5.

Sieht man einen Haartopper?

Nicht, wenn die Basis groß genug ist und die Farbe stimmt. Auffällig wird es meist an den Rändern, wenn die Basis zu klein gewählt wurde, oder wenn die Nuance am Scheitel nicht zum Eigenhaar passt.

Schadet ein Topper meinem Haar?

Die Klammern ziehen an denselben Stellen, wenn du ihn dauerhaft gleich befestigst. Verschiebe die Klammerstellen deshalb regelmäßig um ein bis zwei Zentimeter und nimm den Topper zum Schlafen ab.

Wie messe ich für eine Perücke?

Drei Maße: Kopfumfang einmal rundherum, Stirn bis Nacken über die Kopfmitte, und Ohr zu Ohr über den Kopf. Am besten misst jemand anderes, und immer flach über dem eigenen Haar.

Kann ich einen Ponytail bei kurzen Haaren tragen?

Ja, sobald du das eigene Haar zu einem kleinen Zopf binden kannst. Ist das Haar dafür zu kurz, halten Modelle mit Klammer schlechter, dann ist ein Topper oder eine Perücke die stabilere Lösung.

Fazit

Frag nicht, was besser ist, sondern wo das Haar fehlt. Oben am Scheitel gehört ein Topper hin, in die Länge gehören Extensions, und wenn nichts mehr trägt, ist die Perücke die ehrlichste Lösung. Beim Topper die Zoll-Angabe beachten und lieber eine Nummer größer nehmen, bei der Perücke die drei Maße sauber nehmen lassen.